Eichhörnchenstation


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Das Eichhörnchen in der Mythologie


Krafttiere begleiten dein Leben (Jeanne Ruland)

Baum runter, Baum rauf,

hüpft hierhin und dort drauf,

sammle die Kraft mit ganzer Leidenschaft,

husch zwischen den Welten und jenseits der Zeit,

so mache dich für viele Antworten bereit,

bringe die Botschaft von oben von unten

und bin gleichzeitig mit der Mitte verbunden,

wage den Sprung in unbekannte Weiten,

sammle Vorrat für schlechte Zeiten,

knacke Nüsse in Feinarbeiten.

Informationen, die fliegen mir zu,

ich gebe sie weiter, es ist halt hier so.

Habe schnell die Lage gecheckt

Und hier die Lebensgeister geweckt.

Die Feuerwelten können mich nicht schrecken,

kann die Toten dort erwecken.

Dem Teufel zeige ich keck mein Gesicht,

denn der hat für mich gar kein Gewicht.

Das Sein aus der Mitte ist mein Weg allein,

neugierig schau ich in die Welt hinein.

So hüpfe ich lustig und munter

Mal hoch, mal rüber, mal her, mal runter.

Das Eichhörnchen und seine Kraft in den Kulturen der Welt

In der nordischen Mythologie taucht das dem Thor, dem Donner und dem Feuergott, geweihte rote Eichhörnchen Ratatösk auf, das in den Zweigen des Weltenbaums Yggdrasil lebt und zwischen den verschiedenen Welten hin – und herspringen kann.

In Irland ist das Eichhörnchen der keltischen Erd. Und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet.

In Japan, Mittel und Südamerika verkörpert das Eichhörnchen Fruchtbarkeit.

In Indien segnete der heilige Sri Rama das Eichhörnchen als er dessen Mut und Entschlossenheit gewahr wurde, indem er ihm mit drei Fingern über den Rücken streichelte , daher tragen alle Eichhörnchen in Indien drei Streifen als Zeichen der Segnung.

Das Eichhörnchen steht dem Element Luft, Feuer und Erde in Verbindung. Sie können zwischen den Dimensionen und Welten schnell wechseln und so ein Botschafter anderer Reiche sein. Ihr Wirken wird oft mit den weiblichen Gefühlswelten in Verbindung gebracht.

Eichhörnchenmedizin

Eichhörnchen sind gern gesehen, denn sie kündigen von gesunder Lebenskraft, dem Wagemut, dem neue Wege zu gehen, und der Hilfsbereitschaft. Eichhörnchen bedeutet, blitzschnell in den verschiedensten Angelegenheiten alle Möglichkeiten, alle Dimensionen, alte Fährten, verborgene Schätze, Reserven intuitiv zu erspüren, um so ein umfassendes Bild zu entwerfen.

Die genaue Beobachtungsgabe der Eichhörnchen und ihre Gabe, alte Spuren zu finden, lässt sie sich nicht nur in der Vertikalen und Horizontalen sondern auch in Raum und Zeit bewegen. Ihre Kraft ist beweglich, schwer zu fassen, schnell, sanft, neugierig und lebensfroh. Sie sind flink, fleissig, scheu, zugleich neugierig.

Sie sind die Spurenleser der Seele, kennen die Wege, Kräfte zu sammeln, zu Speichern und zu hüten. Sie verteidigen ihre Sachen, ihr Revier, vergessen aber andere dabei nicht. Dieses liebenswerte Tier verkörpert Wünsche, Pläne, Ideen und Hoffnungen.

Kommt das Eichhörnchen in dein Leben, so bedeutet das Öffnung. Es fordert dich einerseits auf, dich deiner Umwelt aktiv zuzuwenden und ich mit ihr auseinanderzusetzen, andererseits aber auch zu bestimmten Zeiten Rückzug zu suchen, zu reflektieren und dir Zeit zu nehmen, nach innen zu gehen und für dich zu sein. Es erinnert dich daran, auf dich selbst zu hören und deine Kräfte kennenzulernen, auszuloten und einzuteilen.

Es hilft dir, deine Grenzen auszuloten, Reserven anzulegen, dich nicht zu verausgaben und das Gleichgewicht in dir, in deiner Umwelt und in deinem Leben zu finden.

Von seiner lichten Seite betrachtet, bringt es die Fähigkeit der Kommunikation, des Austausches und die hilfreiche Lösung für schwierige Aufgaben und Angelegenheiten – schliesslich ist eine seiner Lieblingsbeschäftigungen das Nüsseknacken!

Es weckt die Herzenskraft und bringt eine zutrauliche, kecke, freche, liebenswürdige und erfrischende Art hervor.

Es verleiht jenen Charme, mit dem man schnell die Herzen und das Zutrauen der Mitmenschen erobern kann. Es verbindet mit der weiblichen, empfangenden, intuitiven Kraft, die plötzlich unbeirrbar weiss, ohne zu wissen, warum.
Nach einigem Hin und Her und Abwägen macht sich plötzlich ein untrügliches Wissen für den richtigen Weg. Das richtige Wort die richtige Handlung bemerkbar.

Das Eichhörnchen ist ein guter Begleiter in Zeiten des Übergangs und des Umbruchs. Es lehrt, in den guten Zeiten für die schwierigeren Zeiten einen Vorrat anzulegen von dem man zehren kann. Es bringt einen fruchtbaren Austausch und gutes Gelungen in den Angelegenheiten des Lebens und fordert auf, uns auch um uns selbst zu kümmern und ab und zu nach innen zu horchen.

Von seiner dunklen Seite betrachtet, kann das Eichhörnchen zu schnell zu viele Informationen bringen und damit Verwirrung und Unruhe stiften. Es kann auf Unruhe im Geist hindeuten, was verhindert, dass Dinge in die Tat umgesetzt werden. Durch Neugierde, Tratsch und Klatsch kann es andere unbeabsichtigt in missliche Lagen bringen und Zwist, Zwietracht und Unstimmigkeiten hervorrufen. Sein Trieb, Futter zu horten, wird als Geiz gedeutet. Es erzeugt Flüchtigkeit und Ängstlichkeit im Umgang mit anderen. Manchmal plagt uns die Angst, nicht genügend Reserven und Kräfte zur Verfügung zu haben. Eitelkeit, Selbstsucht, Verschlagenheit und ein geringes Selbstwertgefühl werden ihm nachgesagt.


Weitere Informationen

Das Eichhörnchen ist der Botschafter zwischen den Welten, es steht sowohl für das Reich der Naturengel und Naturwesen wie auch für das Reich der Ahnen. Das Eichhörnchenamulett steht für Fruchtbarkeit, fruchtbaren Austausch, Erfüllung, Lösung und Anbindung an die Quelle.

Stein
: Karneol

Farben:
Rot, Herbsttöne

Elemente:
Luft, Feuer, Erde

Symbole:
Nüsse, Eicheln

Weitere Assoziationen
: sammeln, horten, bewahren, vorbereiten auf Übergänge

Traumsymbol:
Taucht das Eichhörnchen auf, so weist es auf eine Botschaft hin, die wahrgenommen werden will. Es kündigt ein freudiges oder aber ein unschönes Ereignis an. Es kann unerwartete Reserven mobilisieren und ankündigen.

Affirmationen
: „Ich folge meiner Eingebung bedingungslos.“ – „Es ist immer genug für alle da.“

Kulturgeschichte und Aberglaube

Eichhörnchen ...


... wurden in der Antike als Spieltiere gehalten, z.B. in Griechenland für Kinder, in Rom dagegen für Damen in gehobener Gesellschaft.

... galten bei den Germanen als heiliges Tier des Donnergottes „Donar“, der in Eichen wohnte.

... wurden v.a. in (Nord) Osteuropa und Sibirien als Pelztiere gejagt. (Den Pelz des Eichhörnchens nennt man Feh)

... sind in Magie und Aberglaube ein Symbol für Fruchtbarkeit.

... bzw. deren Gehirne wurden verspeist um Schwindelgefühle zu vertreiben.

... galten als Symbol des Teufels, der in dieser Gestalt gerne die Menschen ärgerte.

... bzw.deren Fell wurde gegen Rheuma auf Gelenke und für guten Schlaf in die Schläfen einmassiert.
wurden verbrannt und als Asche kranken Hengsten als Medizin unters Futter gemischt.


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